VFC-Trainer Falk Schindler zieht Bilanz zur Vorbereitungsphase
VFC-Trainer Falk Schindler zieht Bilanz zur Vorbereitungsphase
05.02.2020
VFC-Trainer Falk Schindler zum bevorstehenden Punktspielauftakt im neuen Jahr

Die Vorbereitungszeit geht langsam dem Ende zu, Zeit dafür ein Resümee über die zurückliegenden Wochen zu ziehen. Bald starten die Oberligisten in ihre Restspiele der Rückrunde. VFC-Trainer nahm sich Zeit, die vielen Gedanken, die ihm derzeit durch den Kopf gehen einmal ein wenig zu ordnen.

An manchen Ecken drückt der Schuh gewaltig

"In den Hallenturnieren haben wir vorwiegend mit einer sehr, sehr jungen Mannschaft gespielt. Die Youngster haben das in meinen Augen sehr gut gemacht. Neben Botond Bach und Nils Fischer möchte ich auch Jannes Schmidt hervorheben, der leider in den ersten anstehenden Spielen bei uns noch nicht spielen kann, weil er erst 17 Jahre alt ist und man erst mit 18 spielen darf. Ihn werden wir aber auch in den Kader aufnehmen, sobald er 18 ist.

Zur Vorbereitung auf die Rückrunde mit Spielen und mit Training sind jetzt vier Wochen um. Im Großen und Ganzen bin ich mit der Trainingsbeteiligung und der Trainingsintensität recht zufrieden, wenngleich das nicht auf alle Spieler zutrifft. Arbeit und Krankheit verhinderten bei dem Einen und Anderen schon einmal die Teilnahme am Training, was mich letztlich nicht zufrieden stellen kann. Manch Unzufriedenheit resultiert aus dem Training, aber auch aus den Spielen. Die Spiele, da beziehe ich die beiden Punktspiele gegen Jena und Rudolstadt noch mit ein, waren mir einfach zu locker. Wir haben in der Hinrunde schon durchaus erfolgreich gespielt, was unsere Möglichkeiten hergeben. Aber nach dem Spiel gegen Inter Leipzig war ein kleiner Bruch in der Mannschaft, hinsichtlich dessen, was die Ernsthaftigkeit beim Angehen der Spiele angeht.

Bereits in der Vorbereitungphase mit dem Spiel gegen Auerbach zeigte sich wieder das zu lockere Herangehen an die Spiele. Wenn ich unseren Plan sehe, spielten wir zweimal gegen Regionalligamannschaften - gegen Auerbach und drei Wochen später gegen Bayreuth. Vom Wissen her, dass wir gegen eine qualitativ bessere Mannschaft spielen, war mir das von den älteren Spielern, die das Gerüst der Mannschaft bilden und die jungen Spieler führen sollten, in Sachen Engagement, taktische Disziplin und in Sachen Leidenschaft einfach zu wenig. Das wird so in der Oberliga nicht ausreichen. Wenn wir so in die Punktspiele gehen, werden wir unser blaues Wunder erleben. Die Tugenden Ehrgeiz, Wille, Einsatzbereitschft und taktische Disziplin ließen wir teilweise vermissen. 70% Leistung war für mich und die mitgereisten Fans enttäuschend, die in Auerbach und in Bayreuth mit waren. Nicht jedes Spiel, das 5:0 verloren geht, ist gleich schlecht. Man muss differenzieren. Die jungen Spieler sind sehr viel gelaufen. Es hat aber in der Gesamtheit aus besagten Gründen nicht gereicht. Das muss man schon kritisch anmerken. Ich bin einfach irritiert, mit welchem Engagement einige Spieler in Spiele gegen Regionalligisten gehen, sowohl in der Vorbereitung, dann auf dem Spielfeld und schließlich im Nachgang, wie locker damit umgegangen wird. Das ist so nicht hinnehmbar."

Zu den Testspielen

"Die Testspiele gegen die A-Jugend-Mannschaften Dynamo Dresden und Aue waren so weit in Ordnung. Aber die Summe der Fehler ab den Spielen gegen Rudolstadt, Jena bis gegen Bayreuth ist haarsträubend. Da muss jeder Spieler, egal, ob jung oder alt, sich bewusst sein, dass das nicht in der Häufigkeit passieren darf. Fehler können passieren, die müssen im Team ausgebügelt werden, aber die Summe kann kein Team der Welt auffangen. Das ist für mich auch eine Frage der Konzentration auf das Spiel. Die Spiele liefen sehr, sehr durchwachsen - gegen Auerbach und Bayreuth wahnsinnig schlechte Leistungen, gegen Dresden und Aue war es etwas besser. Dabei war die Qualität der Gegner aber nicht im entferntesten so wie die der Regionalligamannschaften.

Letztendlich bin ich mit der Trainingsleistung der Spieler, die da immer Gas geben, zufrieden, mit denen mit Fehlzeiten nicht. Jeder einzelne Spieler muss sich in die bestmögliche Verfassung bringen, muss nutzen, was im Training angeboten wird und bei Bedarf darüber hinaus etwas tun, dass er die Punktspiele bestreiten kann. Eins ist Fakt, wenn wir so unkonzentriert weiter spielen, wird das nichts.

Man sollte schon mit geschärften Sinnen in die Rückspiele gehen. Es wird so sein, dass ich in den kommenden Tagen im Training sehr genau hinschauen werde, wer wie und mit welchem Engagement Leistungen bringen möchte. Ich werde dort auch keinen Unterschied machen, ob da ein 18-jähriger oder ein gestandener Spieler seinen Einsatz bekommt. Wir brauchen uns ja ansonsten nicht mit dem hohen Aufwand zum Training treffen, ohne den Trainingsfleiß zu belohnen. Dass es ohne Fleiß keinen Preis gibt, das haben wir ja zuletzt gesehen."

Verletzungsbedingt fallen länger aus: Stefan Schumann (Wadenbeinverletzung), Ondřej Nýber (Bänderriss), beide Spieler mit Verletzungen aus dem Spiel in Bayreuth.

Text: Ilong Göll
VFC-Trainer Falk Schindler zieht Bilanz zur Vorbereitungsphase
VFC-Trainer Falk Schindler zum bevorstehenden Punktspielauftakt im neuen Jahr

Die Vorbereitungszeit geht langsam dem Ende zu, Zeit dafür ein Resümee über die zurückliegenden Wochen zu ziehen. Bald starten die Oberligisten in ihre Restspiele der Rückrunde. VFC-Trainer nahm sich Zeit, die vielen Gedanken, die ihm derzeit durch den Kopf gehen einmal ein wenig zu ordnen.

An manchen Ecken drückt der Schuh gewaltig

"In den Hallenturnieren haben wir vorwiegend mit einer sehr, sehr jungen Mannschaft gespielt. Die Youngster haben das in meinen Augen sehr gut gemacht. Neben Botond Bach und Nils Fischer möchte ich auch Jannes Schmidt hervorheben, der leider in den ersten anstehenden Spielen bei uns noch nicht spielen kann, weil er erst 17 Jahre alt ist und man erst mit 18 spielen darf. Ihn werden wir aber auch in den Kader aufnehmen, sobald er 18 ist.

Zur Vorbereitung auf die Rückrunde mit Spielen und mit Training sind jetzt vier Wochen um. Im Großen und Ganzen bin ich mit der Trainingsbeteiligung und der Trainingsintensität recht zufrieden, wenngleich das nicht auf alle Spieler zutrifft. Arbeit und Krankheit verhinderten bei dem Einen und Anderen schon einmal die Teilnahme am Training, was mich letztlich nicht zufrieden stellen kann. Manch Unzufriedenheit resultiert aus dem Training, aber auch aus den Spielen. Die Spiele, da beziehe ich die beiden Punktspiele gegen Jena und Rudolstadt noch mit ein, waren mir einfach zu locker. Wir haben in der Hinrunde schon durchaus erfolgreich gespielt, was unsere Möglichkeiten hergeben. Aber nach dem Spiel gegen Inter Leipzig war ein kleiner Bruch in der Mannschaft, hinsichtlich dessen, was die Ernsthaftigkeit beim Angehen der Spiele angeht.

Bereits in der Vorbereitungphase mit dem Spiel gegen Auerbach zeigte sich wieder das zu lockere Herangehen an die Spiele. Wenn ich unseren Plan sehe, spielten wir zweimal gegen Regionalligamannschaften - gegen Auerbach und drei Wochen später gegen Bayreuth. Vom Wissen her, dass wir gegen eine qualitativ bessere Mannschaft spielen, war mir das von den älteren Spielern, die das Gerüst der Mannschaft bilden und die jungen Spieler führen sollten, in Sachen Engagement, taktische Disziplin und in Sachen Leidenschaft einfach zu wenig. Das wird so in der Oberliga nicht ausreichen. Wenn wir so in die Punktspiele gehen, werden wir unser blaues Wunder erleben. Die Tugenden Ehrgeiz, Wille, Einsatzbereitschft und taktische Disziplin ließen wir teilweise vermissen. 70% Leistung war für mich und die mitgereisten Fans enttäuschend, die in Auerbach und in Bayreuth mit waren. Nicht jedes Spiel, das 5:0 verloren geht, ist gleich schlecht. Man muss differenzieren. Die jungen Spieler sind sehr viel gelaufen. Es hat aber in der Gesamtheit aus besagten Gründen nicht gereicht. Das muss man schon kritisch anmerken. Ich bin einfach irritiert, mit welchem Engagement einige Spieler in Spiele gegen Regionalligisten gehen, sowohl in der Vorbereitung, dann auf dem Spielfeld und schließlich im Nachgang, wie locker damit umgegangen wird. Das ist so nicht hinnehmbar."

Zu den Testspielen

"Die Testspiele gegen die A-Jugend-Mannschaften Dynamo Dresden und Aue waren so weit in Ordnung. Aber die Summe der Fehler ab den Spielen gegen Rudolstadt, Jena bis gegen Bayreuth ist haarsträubend. Da muss jeder Spieler, egal, ob jung oder alt, sich bewusst sein, dass das nicht in der Häufigkeit passieren darf. Fehler können passieren, die müssen im Team ausgebügelt werden, aber die Summe kann kein Team der Welt auffangen. Das ist für mich auch eine Frage der Konzentration auf das Spiel. Die Spiele liefen sehr, sehr durchwachsen - gegen Auerbach und Bayreuth wahnsinnig schlechte Leistungen, gegen Dresden und Aue war es etwas besser. Dabei war die Qualität der Gegner aber nicht im entferntesten so wie die der Regionalligamannschaften.

Letztendlich bin ich mit der Trainingsleistung der Spieler, die da immer Gas geben, zufrieden, mit denen mit Fehlzeiten nicht. Jeder einzelne Spieler muss sich in die bestmögliche Verfassung bringen, muss nutzen, was im Training angeboten wird und bei Bedarf darüber hinaus etwas tun, dass er die Punktspiele bestreiten kann. Eins ist Fakt, wenn wir so unkonzentriert weiter spielen, wird das nichts.

Man sollte schon mit geschärften Sinnen in die Rückspiele gehen. Es wird so sein, dass ich in den kommenden Tagen im Training sehr genau hinschauen werde, wer wie und mit welchem Engagement Leistungen bringen möchte. Ich werde dort auch keinen Unterschied machen, ob da ein 18-jähriger oder ein gestandener Spieler seinen Einsatz bekommt. Wir brauchen uns ja ansonsten nicht mit dem hohen Aufwand zum Training treffen, ohne den Trainingsfleiß zu belohnen. Dass es ohne Fleiß keinen Preis gibt, das haben wir ja zuletzt gesehen."

Verletzungsbedingt fallen länger aus: Stefan Schumann (Wadenbeinverletzung), Ondřej Nýber (Bänderriss), beide Spieler mit Verletzungen aus dem Spiel in Bayreuth.

Text: Ilong Göll
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