VFC Plauen spielt Spiel, das er nicht gewinnen konnte - Radebeuler BC gegen VFC Plauen 2:0 (0:0)
VFC Plauen spielt Spiel, das er nicht gewinnen konnte - Radebeuler BC gegen VFC Plauen 2:0 (0:0)
08.10.2017
Der VFC Plauen verlor im Sachsenpokal beim Radebeuler FC mit 2:0. Offensichtliche Vorteile konnte dabei die Heimelf nutzen, um den Sieg für sich einzufahren. So war im Spiel ersichtlich, dass die Rasenfußballer auf dem stumpfen Kunstrasenplatz mehr Probleme hatten als die Platzherren, die all ihre Spiele dort durchführen.

Zweiter und der wesentlich wichtigere Vorteil für die Heimelf war das Agieren des Schiedsrichtergespanns. Was war passiert? Es standen zwei Mannschaften auf dem Feld, die beide sportlich das Weiterkommen vorhatten. So begann das Match umkämpft, womit der VFC Plauen auch gerechnet hat. Schließlich spielten die Radebeuler zu Hause und agieren im Punktekampf nur eine Liga tiefer. Da ist schon einmal eine Überraschung möglich. Aber so, wie das Spiel ablief, wurde zeitig klar, dass der VFC Plauen dieses Spiel niemals gewinnen konnte. Foulspiele gab es, wie kann das in solch einem wichtigen Spiel auch anders sein, zur Genüge. Doch in der Ahndung dieser fand Schiedsrichter Jacob Philipp nicht das gleiche Maß, zum Nachteil der Plauener. Gravierend auch die 24. Minute: Patrik Schlegel sprang zum Kopfballspiel hoch. Radebeuls Keeper Bunzel kam zu spät, ging mit einer Faust Richtung Ball, mit der anderen Hand Richtung Kopf von Schlegel. Die Tätlichkeit wurde weder mit Strafstoß oder einer Karte gesühnt. Nein, Patrik Schlegel musste die Aktion mit sich allein ausmachen - Nasenbeinbruch. Wieder ein Stammspieler des VFC Plauen mehr auf der Verletztenliste. Doch damit nicht genug: Die Plauener begannen so langsam ins Spiel zu finden in einer chancenarmen ersten Halbzeit. Drei Eckstöße, von Morosow getreten, brachten nichts ein (25.-30. Minute). Als Edvardas Lucenka den für Schlegel gekommenen Stefan Fritzlar bediente, war Radebeuls Torhüter Toni Bunzel einen Tick eher am Ball (32.). Auf der anderen Seite streckte sich VFC-Torhüter bei einem Ball von Beno Töppel (45.). Mit 0:0 ging es in die Halbzeit.

Nächster Schlag ins Genick für den VFC Plauen: Als Lucenka sich mit einem Haken um Deugoue Leugoue in den Strafraum spielte, trat ihn der Radebeuler Abwehrspieler mit der Ferse auf den Fuß. Lucenka kam zu Fall. Statt des fälligen Elfmeters entschied der Referee auf Schwalbe, eine gelbe Karte mit Folgen. Gelb-Rot für den Plauener, da er schon eine innehatte. Eine zweite Ohrfeige für den VFC Plauen. "Das war der Knackpunkt im Spiel", so der völlig frustrierte VFC Coach Nico Quade, der lange brauchte, um das Spiel zu verdauen. Doch die nächste Ohrfeige folgte auf den Fuß. Selbst einen klaren Handelfmeter verwehrte der Unparteiische mit seinen Helfern an der Seitenlinie den Gästen. Und so nahm das Spiel seinen Lauf, weil dann auch noch das 1:0 für die Heimelf nicht ganz regelkonform fiel. "Das 1:0 war meiner Meinung nach aus einer Abseitssituation entstanden", so Nico Quade aus seinem Sichtwinkel. Und so schließt sich der Kreis.

Ein solches Spiel kann man unter diesen Bedingungen nur schwer gewinnen. Stefan Fritzlar sorgte zwar mit zwei Kopfbällen noch einmal für zwei gelungene VFC-Aktionen (60./69.), aber der nach dem Platzverweis von Lucenca total verunsicherte VFC Plauen, dem nach vorn nicht mehr viel gelang, musste neben dem Tor von Groß (66.) dann noch das 2:0 durch Schramm (88.) hinnehmen. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass VFC-Torhüter Danilo Dersewski im Unterzahlspiel noch einige Mal hervorragend parierte.

VFC-Vorstand Eric Holtschke, der das Spiel mit rund 40 anderen VFC-Fans live vor Ort verfolgte, sagte nach dem Spiel: "Der Schiedsrichter agierte in der Tat sehr unglücklich. Darin aber allein die Ursache für die Niederlage zu finden, genügt nicht. Wir haben vor allem in einer von Radebeul überhart geführten Partie die körperliche Präsenz auf dem Platz vermissen lassen."

Der VFC Plauen sollte das Spiel schnell abhaken und nun sein Bestes für die Meisterschaftsspiele geben.

VFC Plauen: Dersewski - Lucenka (51. gelb-rot), Grossert, Abustin, Schumann - Rupf, Röhr, Paul - Morsow, Komnos - Schlegel (24. Fritzlar/gelb/86. Wüstenhagen/gelb)
Tore: 1:0 Groß (66.), 2:0 Schramm (88.)
Zuschauer: ca. 180, darunter rund 40 aus Plauen
Schiedsrichter: Philipp Jacob

Text und Foto: Ilong Göll
VFC Plauen spielt Spiel, das er nicht gewinnen konnte - Radebeuler BC gegen VFC Plauen 2:0 (0:0)
Der VFC Plauen verlor im Sachsenpokal beim Radebeuler FC mit 2:0. Offensichtliche Vorteile konnte dabei die Heimelf nutzen, um den Sieg für sich einzufahren. So war im Spiel ersichtlich, dass die Rasenfußballer auf dem stumpfen Kunstrasenplatz mehr Probleme hatten als die Platzherren, die all ihre Spiele dort durchführen.

Zweiter und der wesentlich wichtigere Vorteil für die Heimelf war das Agieren des Schiedsrichtergespanns. Was war passiert? Es standen zwei Mannschaften auf dem Feld, die beide sportlich das Weiterkommen vorhatten. So begann das Match umkämpft, womit der VFC Plauen auch gerechnet hat. Schließlich spielten die Radebeuler zu Hause und agieren im Punktekampf nur eine Liga tiefer. Da ist schon einmal eine Überraschung möglich. Aber so, wie das Spiel ablief, wurde zeitig klar, dass der VFC Plauen dieses Spiel niemals gewinnen konnte. Foulspiele gab es, wie kann das in solch einem wichtigen Spiel auch anders sein, zur Genüge. Doch in der Ahndung dieser fand Schiedsrichter Jacob Philipp nicht das gleiche Maß, zum Nachteil der Plauener. Gravierend auch die 24. Minute: Patrik Schlegel sprang zum Kopfballspiel hoch. Radebeuls Keeper Bunzel kam zu spät, ging mit einer Faust Richtung Ball, mit der anderen Hand Richtung Kopf von Schlegel. Die Tätlichkeit wurde weder mit Strafstoß oder einer Karte gesühnt. Nein, Patrik Schlegel musste die Aktion mit sich allein ausmachen - Nasenbeinbruch. Wieder ein Stammspieler des VFC Plauen mehr auf der Verletztenliste. Doch damit nicht genug: Die Plauener begannen so langsam ins Spiel zu finden in einer chancenarmen ersten Halbzeit. Drei Eckstöße, von Morosow getreten, brachten nichts ein (25.-30. Minute). Als Edvardas Lucenka den für Schlegel gekommenen Stefan Fritzlar bediente, war Radebeuls Torhüter Toni Bunzel einen Tick eher am Ball (32.). Auf der anderen Seite streckte sich VFC-Torhüter bei einem Ball von Beno Töppel (45.). Mit 0:0 ging es in die Halbzeit.

Nächster Schlag ins Genick für den VFC Plauen: Als Lucenka sich mit einem Haken um Deugoue Leugoue in den Strafraum spielte, trat ihn der Radebeuler Abwehrspieler mit der Ferse auf den Fuß. Lucenka kam zu Fall. Statt des fälligen Elfmeters entschied der Referee auf Schwalbe, eine gelbe Karte mit Folgen. Gelb-Rot für den Plauener, da er schon eine innehatte. Eine zweite Ohrfeige für den VFC Plauen. "Das war der Knackpunkt im Spiel", so der völlig frustrierte VFC Coach Nico Quade, der lange brauchte, um das Spiel zu verdauen. Doch die nächste Ohrfeige folgte auf den Fuß. Selbst einen klaren Handelfmeter verwehrte der Unparteiische mit seinen Helfern an der Seitenlinie den Gästen. Und so nahm das Spiel seinen Lauf, weil dann auch noch das 1:0 für die Heimelf nicht ganz regelkonform fiel. "Das 1:0 war meiner Meinung nach aus einer Abseitssituation entstanden", so Nico Quade aus seinem Sichtwinkel. Und so schließt sich der Kreis.

Ein solches Spiel kann man unter diesen Bedingungen nur schwer gewinnen. Stefan Fritzlar sorgte zwar mit zwei Kopfbällen noch einmal für zwei gelungene VFC-Aktionen (60./69.), aber der nach dem Platzverweis von Lucenca total verunsicherte VFC Plauen, dem nach vorn nicht mehr viel gelang, musste neben dem Tor von Groß (66.) dann noch das 2:0 durch Schramm (88.) hinnehmen. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass VFC-Torhüter Danilo Dersewski im Unterzahlspiel noch einige Mal hervorragend parierte.

VFC-Vorstand Eric Holtschke, der das Spiel mit rund 40 anderen VFC-Fans live vor Ort verfolgte, sagte nach dem Spiel: "Der Schiedsrichter agierte in der Tat sehr unglücklich. Darin aber allein die Ursache für die Niederlage zu finden, genügt nicht. Wir haben vor allem in einer von Radebeul überhart geführten Partie die körperliche Präsenz auf dem Platz vermissen lassen."

Der VFC Plauen sollte das Spiel schnell abhaken und nun sein Bestes für die Meisterschaftsspiele geben.

VFC Plauen: Dersewski - Lucenka (51. gelb-rot), Grossert, Abustin, Schumann - Rupf, Röhr, Paul - Morsow, Komnos - Schlegel (24. Fritzlar/gelb/86. Wüstenhagen/gelb)
Tore: 1:0 Groß (66.), 2:0 Schramm (88.)
Zuschauer: ca. 180, darunter rund 40 aus Plauen
Schiedsrichter: Philipp Jacob

Text und Foto: Ilong Göll
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