Spielvorschau: VFC Plauen - FC International Leipzig
Spielvorschau: VFC Plauen - FC International Leipzig
24.10.2018
Hinten kompakt stehen und vorn mit mehr Effizienz auftreten

Am Freitagabend um 19:00 Uhr empfängt der VFC Plauen im Vogtlandstadion den FC International Leipzig. So wie Intertrainer Heiner Backhaus nach dem Pokalaus seiner Jungs im Heimspiel gegen den VFC Plauen seine Mannschaft zusammengestaucht hat, ist schon im Vorfeld klar, was die Kicker aus der Spitzenstadt am Freitagabend zu erwarten haben. Für die Gäste aus Leipzig gilt nur eins: die Schmach des Ausscheidens im Landespokal mit einem Sieg in Plauen zu schmälern. Für den VFC Plauen hingegen gilt, der körperbetonten Spielweise des Gegners Paroli zu bieten, sich nicht provozieren zu lassen und wieder ein Stück des Lernprozesses zu gehen.

Tabellenvierter mit viel Potential durch internationale Besetzung

Der FC International Leipzig schmückt sich mit vielen Spielern aller möglichen Herkunftsländer. Diese bringen viel Qualität mit. Das Gesicht des Vereins verändert sich im Zwölf-Monats-Rhythmus stark. Gute Spieler gehen, gute Spieler kommen, stehen Schlange, um einen Vertrag zu erhalten. So erweist sich die Mannschaft für alle Vereine der Liga als ein schwer auszumachender Konkurrent. Aber eins wissen alle Vereine, diese Inter-Mannschaft bringt in jedem neuen Spieljahr eine ganz starke Truppe auf das Spielfeld. Immer wieder ist ein Stürmer mit großer Treffsicherheit darunter. War es im vergangenen Jahr Kimmo Hovi, so heißt ihr Topstürmer in dieser Saison Adrian Bravo. Allein 10 der 18 geschossenen Tore gehen auf sein Konto. Dort müssen die VFC-Kicker ansetzen, um diesen Mann gar nicht erst in Schusslaune kommen zu lassen.

Wie sehen die Befindlichkeiten auf der anderen Seite aus?

Gegen den Tabellenvierten ist der VFC Plauen möglicherweise Außenseiter. Ob seine Außenseiterrolle als klar zu definieren ist, ist schwer zu sagen, könnte sich doch der Heimvorteil als eine ausgleichende Größe erweisen. Festlegen kann man sich aber in anderer Hinsicht. Der VFC Plauen begeisterte in den vergangenen Wochen mehrfach, konnte spielerisch mit den ersten vier Mannschaften der Tabelle mithalten, obwohl diese unter anderen Vorzeichen trainieren. Es fehlt der Heimelf manchmal auch einfach das Schussglück. Viermal in den zwei zurückliegenden Spielen stand der Pfosten im Weg. Zudem waren drei der vier Elfmeterentscheidung gegen den VFC Plauen zuletzt zumindest strittig. Der fällige Elfmeterpfiff für den VFC Plauen in der Anfangsphase des Spiels beim FSV 63 Luckenwalde blieb hingegen aus. Doch der Hauptgrund für Punktverluste liegt nach wie vor in der mangelnden Chancenverwertung. Da müssen sich die VFC-Spieler an die eigene Nase greifen. Auch Verletzungspech von Leistungsträgern und krankheitsbedingte Ausfälle hindern den VFC Plauen an noch besseren Ergebnissen. Diese Ausfälle sind in dem kleinen Kader nur schwer zu kompensieren. Und dennoch schickten die Plauener immer wieder eine schlagkräftige Truppe ins Rennen. Trotz der angezeigten Handicaps präsentierte sich die VFC-Elf zumeist spielerisch stark. Wie sich die Mannschaft trotz solcher Vorzeichen immer wieder ins Zeug legt, fordert nicht nur Respekt ab, sondern schürt immer wieder neue Hoffnungen – auch gegen den Rivalen vom FC International Leipzig.

VFC-Trainer Daniel Rupf vor der Partie gegen den FC International Leipzig

Daniel, der Blick zurück zum Spiel in Luckenwalde füllt sich mit einem lachendem und einem weinenden Auge. Warum ist das so?

Daniel Rupf: "Rückwirkend betrachtet war das Spiel in Luckenwalde in den ersten 45 Minuten ein sehr, sehr gutes Auswärtsspiel, in dem wir es einfach nur verpasst haben, in Führung zu gehen, den Gegner mit einer anderen Spielweise hinten ein bisschen herauszuziehen, Räume zu schaffen. Das haben wir leider nicht geschafft. Wir sind trotzdem mit einem 0:0 in die Halbzeit gegangen. In der zweiten Halbzeit haben wir das nicht mehr ganz so gut gemacht. Wir haben zu oft zu leicht die Bälle verloren, vor allen in Zonen, wo der Gegner schnell zu Torchancen kam. Teilweise hat da die Abstimmung nicht mehr ganz gepasst, wie bei der Entstehung des ersten Tores, das aus einem Elfmeter resultiert. Da haben wir zweimal gepatzt im Mittelfeld und in der Defensive mit Stellungsfehlern. Der Elfmeter war dann nur die Konsequenz. Dann war es bei Luckenwalde auf Grund der zweiten Halbzeit keine ganz unverdiente Niederlage."

Der VFC Plauen hat Inter aus dem Pokal "gekegelt". Was erwartest du aus diesem Grund für eine Begegnung in Plauen?

Daniel Rupf: "Das Inter-Spiel wird so wie alle anderen Inter-Spiele ein hektisches Spiel. Ich rechne damit, dass es auch ein offenes Spiel wird. Es wird auch wieder ein Spiel, in dem es haarig zugehen wird, in dem viele enge Entscheidungen getroffen werden. Kleinigkeiten werden wieder den Ausschlag geben. Das ist in solch einem Topspiel noch entscheidender als in anderen Spielen, da man gegen solche Spitzenmannschaften noch weniger Chancen bekommt und gegen solche Spitzenmannschaften 90 Minuten auf der Hut sein muss, damit der Gegner aus seinen Chancen kein Tor macht. So ist das in solchen Spielen. Mal fallen die Entscheidungen in die Richtung und mal in die andere aus. In Luckenwalde hat sich die Waage zugunsten von Luckenwalde geneigt. Hoffen wir, dass es gegen Inter in die andere Richtung geht."

Was gibt es zur Personalsituation beim VFC Plauen zu vermelden?

Daniel Rupf: "Personell ist die Lage angespannt und hat sich noch verschärft. Eric Ranninger musste auf Grund von akuten Problemen in der Leistengegend operiert werden und fällt mindestens drei Wochen aus. Mit Guzlajevs, Lucenka und Walther (langzeitverletzt) und dem erkrankten Albert fällt mit Ranninger nun ein weiterer Stammspieler aus."

Danke für das Gespräch und viel Erfolg für das Spiel gegen Inter Leipzig.

Der treue Anhang und Zuschauer, die gern guten Fußball anschauen, sind ganz herzlich auch zu diesem Spiel eingeladen. Die Spieler freuen sich auf ihr Kommen und noch mehr, wenn sie von einer großen Kulisse zu einer erneut großartigen Leistung getrieben werden.

Bis dahin!

Text und Foto: Ilong Göll
Spielvorschau: VFC Plauen - FC International Leipzig
Hinten kompakt stehen und vorn mit mehr Effizienz auftreten

Am Freitagabend um 19:00 Uhr empfängt der VFC Plauen im Vogtlandstadion den FC International Leipzig. So wie Intertrainer Heiner Backhaus nach dem Pokalaus seiner Jungs im Heimspiel gegen den VFC Plauen seine Mannschaft zusammengestaucht hat, ist schon im Vorfeld klar, was die Kicker aus der Spitzenstadt am Freitagabend zu erwarten haben. Für die Gäste aus Leipzig gilt nur eins: die Schmach des Ausscheidens im Landespokal mit einem Sieg in Plauen zu schmälern. Für den VFC Plauen hingegen gilt, der körperbetonten Spielweise des Gegners Paroli zu bieten, sich nicht provozieren zu lassen und wieder ein Stück des Lernprozesses zu gehen.

Tabellenvierter mit viel Potential durch internationale Besetzung

Der FC International Leipzig schmückt sich mit vielen Spielern aller möglichen Herkunftsländer. Diese bringen viel Qualität mit. Das Gesicht des Vereins verändert sich im Zwölf-Monats-Rhythmus stark. Gute Spieler gehen, gute Spieler kommen, stehen Schlange, um einen Vertrag zu erhalten. So erweist sich die Mannschaft für alle Vereine der Liga als ein schwer auszumachender Konkurrent. Aber eins wissen alle Vereine, diese Inter-Mannschaft bringt in jedem neuen Spieljahr eine ganz starke Truppe auf das Spielfeld. Immer wieder ist ein Stürmer mit großer Treffsicherheit darunter. War es im vergangenen Jahr Kimmo Hovi, so heißt ihr Topstürmer in dieser Saison Adrian Bravo. Allein 10 der 18 geschossenen Tore gehen auf sein Konto. Dort müssen die VFC-Kicker ansetzen, um diesen Mann gar nicht erst in Schusslaune kommen zu lassen.

Wie sehen die Befindlichkeiten auf der anderen Seite aus?

Gegen den Tabellenvierten ist der VFC Plauen möglicherweise Außenseiter. Ob seine Außenseiterrolle als klar zu definieren ist, ist schwer zu sagen, könnte sich doch der Heimvorteil als eine ausgleichende Größe erweisen. Festlegen kann man sich aber in anderer Hinsicht. Der VFC Plauen begeisterte in den vergangenen Wochen mehrfach, konnte spielerisch mit den ersten vier Mannschaften der Tabelle mithalten, obwohl diese unter anderen Vorzeichen trainieren. Es fehlt der Heimelf manchmal auch einfach das Schussglück. Viermal in den zwei zurückliegenden Spielen stand der Pfosten im Weg. Zudem waren drei der vier Elfmeterentscheidung gegen den VFC Plauen zuletzt zumindest strittig. Der fällige Elfmeterpfiff für den VFC Plauen in der Anfangsphase des Spiels beim FSV 63 Luckenwalde blieb hingegen aus. Doch der Hauptgrund für Punktverluste liegt nach wie vor in der mangelnden Chancenverwertung. Da müssen sich die VFC-Spieler an die eigene Nase greifen. Auch Verletzungspech von Leistungsträgern und krankheitsbedingte Ausfälle hindern den VFC Plauen an noch besseren Ergebnissen. Diese Ausfälle sind in dem kleinen Kader nur schwer zu kompensieren. Und dennoch schickten die Plauener immer wieder eine schlagkräftige Truppe ins Rennen. Trotz der angezeigten Handicaps präsentierte sich die VFC-Elf zumeist spielerisch stark. Wie sich die Mannschaft trotz solcher Vorzeichen immer wieder ins Zeug legt, fordert nicht nur Respekt ab, sondern schürt immer wieder neue Hoffnungen – auch gegen den Rivalen vom FC International Leipzig.

VFC-Trainer Daniel Rupf vor der Partie gegen den FC International Leipzig

Daniel, der Blick zurück zum Spiel in Luckenwalde füllt sich mit einem lachendem und einem weinenden Auge. Warum ist das so?

Daniel Rupf: "Rückwirkend betrachtet war das Spiel in Luckenwalde in den ersten 45 Minuten ein sehr, sehr gutes Auswärtsspiel, in dem wir es einfach nur verpasst haben, in Führung zu gehen, den Gegner mit einer anderen Spielweise hinten ein bisschen herauszuziehen, Räume zu schaffen. Das haben wir leider nicht geschafft. Wir sind trotzdem mit einem 0:0 in die Halbzeit gegangen. In der zweiten Halbzeit haben wir das nicht mehr ganz so gut gemacht. Wir haben zu oft zu leicht die Bälle verloren, vor allen in Zonen, wo der Gegner schnell zu Torchancen kam. Teilweise hat da die Abstimmung nicht mehr ganz gepasst, wie bei der Entstehung des ersten Tores, das aus einem Elfmeter resultiert. Da haben wir zweimal gepatzt im Mittelfeld und in der Defensive mit Stellungsfehlern. Der Elfmeter war dann nur die Konsequenz. Dann war es bei Luckenwalde auf Grund der zweiten Halbzeit keine ganz unverdiente Niederlage."

Der VFC Plauen hat Inter aus dem Pokal "gekegelt". Was erwartest du aus diesem Grund für eine Begegnung in Plauen?

Daniel Rupf: "Das Inter-Spiel wird so wie alle anderen Inter-Spiele ein hektisches Spiel. Ich rechne damit, dass es auch ein offenes Spiel wird. Es wird auch wieder ein Spiel, in dem es haarig zugehen wird, in dem viele enge Entscheidungen getroffen werden. Kleinigkeiten werden wieder den Ausschlag geben. Das ist in solch einem Topspiel noch entscheidender als in anderen Spielen, da man gegen solche Spitzenmannschaften noch weniger Chancen bekommt und gegen solche Spitzenmannschaften 90 Minuten auf der Hut sein muss, damit der Gegner aus seinen Chancen kein Tor macht. So ist das in solchen Spielen. Mal fallen die Entscheidungen in die Richtung und mal in die andere aus. In Luckenwalde hat sich die Waage zugunsten von Luckenwalde geneigt. Hoffen wir, dass es gegen Inter in die andere Richtung geht."

Was gibt es zur Personalsituation beim VFC Plauen zu vermelden?

Daniel Rupf: "Personell ist die Lage angespannt und hat sich noch verschärft. Eric Ranninger musste auf Grund von akuten Problemen in der Leistengegend operiert werden und fällt mindestens drei Wochen aus. Mit Guzlajevs, Lucenka und Walther (langzeitverletzt) und dem erkrankten Albert fällt mit Ranninger nun ein weiterer Stammspieler aus."

Danke für das Gespräch und viel Erfolg für das Spiel gegen Inter Leipzig.

Der treue Anhang und Zuschauer, die gern guten Fußball anschauen, sind ganz herzlich auch zu diesem Spiel eingeladen. Die Spieler freuen sich auf ihr Kommen und noch mehr, wenn sie von einer großen Kulisse zu einer erneut großartigen Leistung getrieben werden.

Bis dahin!

Text und Foto: Ilong Göll
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